Tag 28: Norðurfjörður – Drangsnes

 

Nachdem die Feuerwerksballerei auf dem Nachbargelände aufgehört hatte, haben wir super geschlafen. Schon etwas seltsam, ein Feuerwerk am „hellichten” Tage … Am Nachmittag erfahren wir, dass gerade Konfirmationszeit ist – das erklärt die vielen großen Treffen, die wir unterwegs sehen.

Wir fahren morgens noch über den Berg gen Westen zum nächsten Fjord und umrunden den auf einer kleinen Uferpiste. Nett, aber es geht sehr langsam voran. Und so drehen wir irgendwann um, denn heute geht es die ganze Strecke zurück nach Drangsnes.

Wäre der Camping hier in Norðurfjörður etwas besser bzw. günstiger, könnte man sich eine zweite Nacht vorstellen. Aber rund 40 Euro für das stehen auf einer hubbeligen Wiese, Toilette, Kaltwasser, hm …

Wir lesen ein wenig über die beiden Fischfabriken von Djupavik und Árneshreppur – die fetten Jahre des Heringsfanges waren kurz: Vor dem ersten und nach dem zweiten Weltkrieg. In den 50ern ging der Bestand bereits zurück, Ende der 60er wurde die Heringsverarbeitung (Einsalzen) hier eingestellt. Fisch muss es allerdings immer noch (oder wieder) geben, denn tausende Möwen brüten in den steilen Felsen der schroffen Berge.

Die Strecke ist auch ein zweites Mal schön zu fahren, das Wetter aber schlechter als gestern. Und im Ernst: Auf Vorhersagen ist nur wenig zu geben, mal ist es besser, mal schlechter, selten so wie vorhergesagt ;-)

In Drangsnes gibt es eine kleine Bewegungseinheit im Regen. Schwimmbad brauchen wir heute nicht und die drei berühmten Hot Pools zwischen Straße und Meer locken nur begrenzt. Wir werden in der Gemeinschaftsküche kochen. Und morgen schauen wir dann weiter.